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DRK rüstet für Notfälle auf

Der DRK-Kreisverband Donaueschingen hat jetzt sieben Notfallsanitäter in den eigenen Reihen. Auf dem Weg dorthin nutzten die frisch geprüften Retter auch viel moderne Technik.

Die drei neuen Notfallsanitäter Christian Langenbacher, Andreas Hauser und Vlado Simic (v.l.n.r) (oben) und das neue Übungsgerät "I-Simulate" (unten)

Vor sechs Monaten bereits begann für die drei frisch geprüften Notfallsanitäter Christian Langenbacher, Vlado Simic und Andreas Hauser die Übungsphase Richtung Examen. Mit viel Ehrgeiz und Fleiß haben sie sich wöchentlich getroffen und zusammen Rettungseinsätze geübt, um es den Vieren zuvor gleich zu machen. Sie wurden dabei tatkräftig von den Ausbildern des Kreisverbandes Donaueschingen unterstützt, die immer wieder während den Übungsphasen dabei waren. Auch holten sich die drei Prüflinge bei den vier bereits ausgebildeten Notfallsanitäter Tipps und Hilfe. Nicht zuletzt ist das Bestehen der Prüfung auch dem starken Zusammenhalt im DRK Donaueschingen und der Unterstützung von Geschäftsführung, sowie Rettungsdienstleitung zu verdanken. Denn damit die Übungs- und Lernphasen so realistisch als möglich sind, hat sich der KV Donaueschingen ein neues Übungsgerät angeschafft. Mit dem sogenannten "I-Simulate" ist es nun möglich von außen Notfallparameter einzuspielen. Es können zum Notfallbild passende Werte wie Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und auch EKG-Bilder eingespielt werden. Während eines Fallbeispiels muss somit nicht mehr ständig nach den Werten gefragt werden, sondern es findet eine zum Notfallbild passende Darstellung der Patientenwerte auf einem Monitor statt. Ein externer Überwacher, der das Fallbeispiel bewertet, hat die Kontrolleinheit vor sich und kann damit die Parameter im Verlauf ändern. Verläuft das Fallbeispiel gut, bzw. ist eine Maßnahme am Patienten korrekt, wirkt sich das auch an den Werten auf der Patienteneinheit positiv aus, was eine direkte Kontrolle für das Übungsteam darstellt. Erreicht wird damit nicht nur ein besseres, sondern vor allem ein realistischeres Üben. Dazu kommt, dass auch während der Prüfung mit diesem Gerät gearbeitet wird. Durch das Vorherige Kennenlernen des "I-Simulates" können sich die Prüflinge bestens auf das Examen vorbereiten und Berührungsängste mit diesem Gerät ausschalten. Dem Kreisverband Donaueschingen ist es sehr wichtig, dass alle Mitarbeiter, die diese Weiterbildung machen, bestens vorbereitet sind. Aus diesem Grund wird vor allem an Ausbildung- und Übungsmaterial nicht gespart, denn Übung macht bekanntlich den Meister. Die drei "neuen" Notfallsanitäter haben mit diesem Gerät als erste Gruppe trainiert und wollten es nicht mehr missen.

Der Notfallsanitäter ist seit 2014 die neue Ausbildungsform im Rettungsdienst, der entweder in Form einer dreijährigen Ausbildung oder für bereits ausgebildete Rettungsassistenten als Weiterbildung erlangt werden kann. Christian Langenbacher, Andreas Hauser und Vlado Simic haben den Notfallsanitäter als Weiterbildung mit einer mündlichen und zwei praktischen Prüfungen mit Bravour absolviert. Bis die nächsten Prüflinge auf der Matte stehen, glänzt der Kreisverband Donaueschingen nun mit sieben Notfallsanitätern.

10. September 2015 13:40 Uhr. Alter: 3 Jahre