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05. Dezember 2014 Die ersten vier Notfallsanitäter im Kreisverband Donaueschingen

Am 05. Dezember 2014 erhielten Manfred Keller, Hans Geray, Tobias Hauschel und Tobias Rosenstiel die Urkunde zum Notfallsanitäter nach erfolgreich bestandener Prüfung

Notfallsanitäter Dezember 2014

Die ersten vier Notfallsanitäter im DRK Kreisverband Donaueschingen: Manfred Keller, Hans Geray, Tobias Hauschel und Tobias Rosenstiel (v.l.n.r.). Foto: Olaf Thiel

Seit Anfang letzten Jahres gab es viele Änderungen im Bereich des Rettungsdienstes. Bis dahin war die höchstmögliche Ausbildung die des Rettungsassistenten. Zwei Wege führten bislang zur Erlangung dieser Berufsbezeichnung. Entweder auf dem Wege einer zweijährigen Ausbildung oder über die Zwischenschritte Rettungshelfer, Rettungssanitäter bis hin zum Rettungsassistent. Beide Wege schlossen mit einem Staatsexamen ab und beinhalteten ein Jahr Praktikum in der Notfallrettung. Mit der Bezeichnung Rettungsassistent durfte man hauptverantwortlich einen Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug führen. Viele Jahre lang forderten Mitarbeiter eine besser geregelte Ausbildung mit mehr Leistungskompetenzen im Einsatz, die vor allem dem Schweizer System näher kommen soll. 2014 brachte dann einen einschneidenden Wendepunkt in der Geschichte der Notfallrettung mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter. Die normale Ausbildung dauert nun 3 Jahre und ist mit Theorie- und Praxisphasen vor allem sehr abwechslungs- und lehrreich. Für die bereits ausgebildeten Rettungsassistenten besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Notfallsanitäter. Die Dauer der Weiterbildung ist abhängig von den Erfahrungsjahren. Je länger ein Rettungsassistent bereits in der Notfallrettung tätig war, desto kürzer die Weiterbildung. Abgeschlossen wird ebenfalls wieder mit einer staatlichen Prüfung. Als Übergangsfrist wurden sieben Jahre angesetzt, in denen jeder Rettungsassistent die Weiterbildung abschließen kann, damit ein einheitliches System entsteht. Dem Notfallsanitäter können nun mehr Kompetenzen übertragen werden, was ein sogenannter ärztlicher Leiter für jeden Kreisverband separat entscheidet. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass egal ob Rettungsassistent oder Notfallsanitäter, das Wohl des Patienten immer oberste Priorität hat. Mehr Handlungskompetenzen für den Notfallsanitäter bedeuten allerdings auch, dass man diese Maßnahmen beherrschen muss, womit die Weiterbildung definitiv kein Zuckerschlecken ist und sehr viel Lernaufwand bedarf. Davon können die ersten vier Notfallsanitäter im DRK Kreisverband Donaueschingen Manfred Keller, Hans Geray, Tobias Hauschel und Tobias Rosenstiel ein Lied singen. Alle Vier sind seit vielen Jahren als Rettungsassistenten in der Notfallrettung tätig und hätten direkt eine Prüfung ablegen können. Sie haben sich allerdings für die Variante mit zwei Weiterbildungswochen entschieden, um die bestmöglichen Voraussetzungen zu erlangen, die Prüfung mit Bravour zu bestehen. Bereits als feststand, wann die Prüfungen sein werden, haben sich die Vier mindestens einmal die Woche getroffen, um theoretisch als auch praktisch miteinander zu üben. Insgesamt blieben Ihnen nur etwa drei Monate Zeit, um sich auf die beiden praktischen und eine mündliche Prüfung vorzubereiten. Während dieser Zeit haben alle mehrfach eine Berg- und Talfahrt miterlebt. Es gab viele Höhepunkte, aber auch einige Tiefpunkte, die dann zu noch eifrigerem Lernen angespornt haben. Das Ende von der Geschichte kann sich sehen lassen. Alle Vier haben mit sehr guten Ergebnissen bestanden und dürfen seit Anfang Dezember nun als Notfallsanitäter die Straßen sicherer machen.

5. Dezember 2014 12:11 Uhr. Alter: 4 Jahre